Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eröffnet heute den 15. Internationalen Rapskongress in Berlin

"Der Ackerbau steht vor großen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Um uns diesen Herausforderungen zu stellen, müssen wir gemeinsam Innovationen vorantreiben und eine stärkere internationale Vernetzung der Forschungsaktivitäten anstreben", sagte Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung und Landschaft (BMEL), heute in seinem Grußwort bei der Eröffnung des 15. Internationalen Rapskongresses, und ergänzte:

"Daher ist es sehr erfreulich, dass heute mehr als 900 hochkarätige internationale Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu einem intensiven Austausch nach Berlin gekommen sind. Wichtig ist es, dass wir Innovationen erfolgreich vorantreiben, aber auch gezielter und schneller in die Praxis umsetzen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird diesen Prozess in Deutschland unterstützen. Dazu wird u.a. eine Ackerbaustrategie entwickelt die Lösungsansätze für die künftigen Herausforderungen aufzeigen soll. Dazu gehören vielfältigere Fruchtfolgen auf unseren Flächen, um die Anbausysteme widerstandsfähiger zu machen, um Resistenzen besser vorzubeugen und auch um die Artenvielfalt der Agrarlandschaft zu erhöhen. Aufgrund seines hohen Vorfruchtwertes ist der Raps eine geeignete Kulturart zur Auflockerung der Fruchtfolge. Wir brauchen resiliente Pflanzensorten, die die Grundlage des integrierten Pflanzenbaus sind. Und bei all diesen Themen darf die Wettbewerbsfähigkeit des Ackerbaus nicht aus dem Blick geraten."
 
Um dies auch auf eine breite Basis der Akzeptanz zu stellen, plant BMEL einen breiten Diskussionsprozess. Dabei wird die landwirtschaftliche Praxis, Verbände, Wissenschaft und die Öffentlichkeit einbezogen. So werden Erfahrungen und Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen frühzeitig in die geplante Strategie einfließen.
 
Parlamentarischer Staatssekretär Stübgen abschließend: "Viele Herausforderungen bestehen und müssen gelöst werden. Dafür brauchen wir einen breiten Ansatz und die Diskussionsbereitschaft und Kompromissfähigkeit vieler Gruppen."
 
Hintergrund:
 
Der 15. Internationale Rapskongress (IRC) ist eine der wichtigsten und größten internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen zum Thema Raps. Erstmals nach 45 Jahren findet der IRC wieder in Deutschland statt. Experten aus aller Welt diskutieren über aktuelle und künftige Herausforderungen im Rapsmarkt. An den vier Konferenztagen des 15. IRC werden Vorträge zu Neuentwicklungen zu Raps aus den Bereichen Genetik, Züchtung, Anbau, Pflanzenschutz, Verwertung im Lebens- und Futtermittelbereich sowie als Nachwachsender Rohstoff vorgestellt. Thematische Schwerpunkte werden zudem in speziellen Workshops intensiv mit den Akteuren erörtert. Zum Abschluss finden bundesweite Exkursionen nach Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern statt.

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