Neugedacht: Standards als Faktor für Agrarentwicklung

Verbraucher schützen und Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung liefern

Standards für Agrarprodukte und Lebensmittel haben das Ziel, Risiken für die Gesundheit von Mensch, Tier oder Pflanze oder der Umwelt zu verringern. Laut der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), erhöhen Standards jedoch auch die Produktions- und Handelskosten und erschweren die Einbindung von Agrarprodukten in die internationalen Lieferketten.

"Es ist besonders wichtig, Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, Kapazitäten für die Einhaltung internationaler Standards aufzubauen“, erklärte Parlamentarischer Staatsekretär Stübgen. „Das BMEL leistet hierzu bereits einen Beitrag mit der Unterstützung der WTO-Initiative Standards and Trade Development Facility (STDF), die Entwicklungsländern hilft, internationale Standards im Bereich des Veterinärwesens, des Pflanzenschutzes und der Lebensmittelsicherheit einzuhalten."
 
Die weltweite Verantwortung, die UN Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung umzusetzen, ist auch Aufgabe der Handelspolitik. "Ob eine Vielzahl unterschiedlicher Nachhaltigkeitsstandards diesem Zweck tatsächlich dient, ist weiter kritisch zu diskutieren. Diese Frage wird daher auch beim GFFA 2020 auf der Tagesordnung stehen", so Stübgen. "Verpflichtende Vereinbarungen zum Schutz der Umwelt und zu Sozialstandards, sollten die Partnerländer gleichberechtig einbinden."

Hintergrund:
 
Standards für Agrarprodukte und Lebensmittel zielen im Allgemeinen darauf ab, Risiken für die Gesundheit von Mensch, Tier oder Pflanze oder die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Laut der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), führen Standards jedoch auch dazu, die Produktions- und Handelskosten zu erhöhen. Zudem können sie sich positiv oder negativ auf die Entwicklung neuer Technologien oder Produktionsverfahren auswirken.
 
Internationaler Agrarhandel und die Einbindung in die Weltwirtschaft haben jedoch das Potential, Wachstum und nachhaltige Entwicklung zu fördern. International abgestimmte Standards für Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit können einen Beitrag zu Handelserleichterung leisten.

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